Tätigkeits- und Kompetenzprofile für Automatisierungsprojekte

Die Technik ist entschieden.
Die Aufgaben noch nicht.

AUFGABENRADAR zeigt, was eine geplante Automatisierung mit der Arbeit macht, die heute an dieser Stelle getan wird: welche Aufgaben wegfallen, welche anspruchsvoller werden, welche neu entstehen – Aufgabe für Aufgabe, mit den Kompetenzen und der Qualifizierung, die dann gebraucht werden. In der Fertigung genauso wie in der Pflege. Solange sich daran noch etwas ändern lässt.

  • Aufgabe für Aufgabe
  • Gegen euren Ist-Stand
  • Grundlage für § 90 BetrVG & MAVO
  • Mit Nachkontrolle
Techniker mit Laptop an einer Fertigungsanlage

Für die Anlage gibt es ein Lastenheft.
Für die Arbeit an der Anlage selten eines.

Produktion & IndustrieLogistik & LagerLeitständeSozial- & GesundheitswirtschaftEnergie & VersorgungVerwaltung
Die Lücke

Für die Anlage gibt es eine Abnahme. Für die Arbeit daran nicht.

Vor jeder größeren Investition wird gerechnet, geprüft und abgenommen: Leistung, Sicherheit, Schnittstellen, Wirtschaftlichkeit. Für die Frage, wer die Anlage künftig bedient, überwacht und im Störfall übernimmt, gibt es kein vergleichbares Verfahren.

Das ist kein Versäumnis, sondern eine Frage der Zuständigkeit: Die technischen Prüfungen haben Normen, Fristen und jemanden, der unterschreibt. Die arbeitsbezogene Seite hat das nicht. Sie wird nebenher mitgedacht – und wird meist erst dann zum Thema, wenn die Anlage läuft, die Einarbeitung länger dauert als geplant und niemand zuständig ist für die Fälle, die das System nicht kann.

Wird längst geprüft

Dafür gibt es Verfahren, Termine und Verantwortliche.

  • Funktioniert die Technologie?
  • Ist sie sicher?
  • Ist sie wirtschaftlich?
  • Wie wird sie in vorhandene Systeme integriert?

Bleibt ungeprüft – bis AUFGABENRADAR

Genau diese Fragen beantwortet AUFGABENRADAR – früh genug, dass die Antworten noch etwas ändern können.

  • Welche Aufgaben fallen weg, welche kommen dazu?
  • Wer macht künftig was – und wer nicht mehr?
  • Was entscheidet das System, wann muss ein Mensch eingreifen?
  • Wer braucht wann welche Qualifizierung?
  • Welche Belastungen und Sicherheitsrisiken entstehen neu?
Was AUFGABENRADAR anders macht

Keine Prognose über „die Arbeit der Zukunft“. Eine Rechnung für eure Aufgaben.

Wie Automatisierung Arbeit im Allgemeinen verändert, steht in vielen Studien. Was sie mit den Aufgaben an eurer Anlage macht, steht nirgends – bis ihr es erhebt. Arbeitswissenschaftlich verankert, KI-gestützt ausgewertet, fachlich geprüft.

01

Aufgabe für Aufgabe, gegen euren Ist-Stand

Kein Branchenkatalog, keine Future-Skills-Studie: Jede Aussage wird aus einem realen PEILUNG-Kompetenzprofil und den Befragungen eurer Beschäftigten abgeleitet – für genau diese Anlage, in genau diesem Betrieb.

02

Material für die Mitbestimmung

§ 90 BetrVG verlangt, die Auswirkungen auf die Arbeit rechtzeitig zu beraten. AUFGABENRADAR liefert die Grundlage dafür – auch nach MAVO, MVG-EKD und Personalvertretungsrecht.

03

Belastung und Zuwendung vorher geprüft

Überwachungsdruck, Störfallbelastung, Kompetenzverlust – und in Pflege und Betreuung die Frage, ob Zeit für den Menschen entsteht oder verschwindet. Vorher betrachtet, nicht hinterher.

04

Die Projektion wird überprüft

Nach der Inbetriebnahme wird abgeglichen, was eingetreten ist und was nicht. Das unterscheidet ein Verfahren von einem Gutachten, das im Schrank verschwindet.

Vier Beispiele

Dieselbe Verschiebung, jedes Mal anders

Überall dasselbe Grundmuster: Aus Ausführen wird Überwachen, aus Routine wird Ausnahme. Was das für eine konkrete Stelle bedeutet, lässt sich daraus trotzdem nicht ableiten – das entscheidet sich an den Aufgaben, die es in eurem Betrieb tatsächlich gibt.

Mitarbeiterin mit Laptop vor einer Roboterzelle Produktion & Industrie

Roboterzelle statt Handgriff

Aus Einrichten und Bestücken wird Parametrieren, Überwachen und Störungen beheben. Die Anlage läuft schneller als vorher – und wer sie kennt, hat dieses Gefühl über Jahre am Handgriff entwickelt, den es nicht mehr gibt.

Beschäftigte im Gang eines Hochregallagers Logistik & Lager

Fahrerlose Systeme im Lager

Fahren und Kommissionieren übernimmt die Technik. Was bleibt, ist genau das, was sie nicht kann: die Ausnahme, der beschädigte Behälter, der Sonderfall im Wareneingang – der Alltag besteht plötzlich nur noch aus Sonderfällen.

Leitwarte mit Schalttafeln und Anzeigen Leitstände & Infrastruktur

Fernüberwachung statt Bedienung vor Ort

Eine Person verantwortet mehrere Anlagen gleichzeitig, oft von einem anderen Standort aus. Die Arbeit wird ruhiger – bis sie es schlagartig nicht mehr ist. Genau dafür muss die Rolle ausgelegt sein.

Sachbearbeiterin an einem Bildschirmarbeitsplatz im Betrieb Verwaltung & Sachbearbeitung

KI-gestützte Vorgangsbearbeitung

Aus Selbst-Bearbeiten wird Prüfen und Freigeben. Die Verantwortung für die Entscheidung bleibt beim Menschen – die tägliche Routine, aus der sich das Urteil bisher gespeist hat, verschwindet.

Heller Flur einer Pflege- und Betreuungseinrichtung Sozial- & Gesundheitswirtschaft

Digitalisierte Prozesse in Pflege und Betreuung

Digitale Pflegedokumentation, KI-gestützte Tourenplanung, Telemonitoring, automatisierte Abrechnung: Aus Dokumentieren am Schichtende wird Erfassen im Moment der Handlung, aus der eigenen Tourenplanung wird das Prüfen eines Systemvorschlags. Die fachliche Verantwortung bleibt vollständig bei den Beschäftigten – die Routine, aus der sich das fachliche Urteil bisher gespeist hat, verlagert sich.

Hier liegt eine Besonderheit: Wo Technik in unmittelbare Arbeit am Menschen eingreift, entscheidet die Gestaltung mit darüber, ob Zeit für Zuwendung entsteht oder verschwindet. Das ist keine Nebenwirkung, sondern der eigentliche Prüfpunkt.

Mehr zu Pflege und Sozialwirtschaft →

Fünf Beispiele, kein Branchenkatalog: AUFGABENRADAR arbeitet ohne Vorlagen und leitet jede Aussage aus euren Aufgaben und euren Befragungen ab.

Nicht freiwillig

Die Frage ist nicht neu. Sie steht im Betriebsverfassungsgesetz.

Wer eine Automatisierung plant, muss den Betriebsrat nicht nur informieren, wenn die Anlage steht – sondern beraten, solange sich an der Planung noch etwas ändern lässt. Seit 2021 nennt das Gesetz den Einsatz künstlicher Intelligenz ausdrücklich.

„… die vorgesehenen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer, insbesondere auf die Art ihrer Arbeit sowie die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Arbeitnehmer so rechtzeitig zu beraten, dass Vorschläge und Bedenken des Betriebsrats bei der Planung berücksichtigt werden können.“

§ 90 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz
§ 90 BetrVG

Rechtzeitig beraten

Unterrichtung und Beratung über die Planung von Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen – einschließlich des Einsatzes von KI. Der entscheidende Teil ist „rechtzeitig“: Wenn die Anlage bestellt ist, ist die Beratung ihres Zwecks beraubt.

§ 91 BetrVG

Belastung abwenden

Werden Beschäftigte durch Änderungen des Arbeitsplatzes oder der Arbeitsabläufe in einer Weise belastet, die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht, kann der Betriebsrat Abhilfe verlangen – erzwingbar.

§ 96 BetrVG

Qualifizierungsbedarf ermitteln

Auf Verlangen des Betriebsrats ist der Berufsbildungsbedarf zu ermitteln – und dazu gehört zuerst die Frage, welche Qualifikationen die Betroffenen heute schon haben.

AUFGABENRADAR liefert das Material, das für diese Beratung fehlt: eine Aufstellung, was sich für welche Aufgabe konkret ändert, ein daraus abgeleitetes künftiges Profil und einen Qualifizierungsbedarf mit Terminen. Ob ihr das für die Mitbestimmung braucht oder schlicht, um nicht überrascht zu werden, bleibt euch überlassen – gebraucht wird es in beiden Fällen.

Bei kirchlichen und öffentlichen Trägern heißt das Gremium anders – die Frage bleibt dieselbe. In der Sozial- und Gesundheitswirtschaft gilt das Betriebsverfassungsgesetz nicht überall: Bei kirchlichen Trägern tritt das Mitarbeitervertretungsrecht an seine Stelle – die MAVO in der Caritas, das MVG-EKD in der Diakonie –, bei öffentlichen Trägern das Personalvertretungsrecht des Bundes oder des jeweiligen Landes. Die Beteiligungsrechte sind unterschiedlich ausgestaltet, besonders bei technischen Einrichtungen, die zur Überwachung geeignet sind. Die Frage dahinter ist überall dieselbe: Was macht die geplante Technik mit der Arbeit – und wird darüber gesprochen, solange sich noch etwas ändern lässt?

Das ist keine Rechtsberatung. Ob und wie diese Vorschriften in eurem Fall greifen, klärt ihr mit eurer Rechtsabteilung, eurem Verband oder eurem Dienstgeber.

Der Ablauf

Fünf Schritte von der Ankündigung bis zur Nachkontrolle

Jeder Schritt schärft dasselbe Bild: Was macht die neue Technik mit den Aufgaben, die es heute gibt? Wie beim Radar wird es umso genauer, je näher das Vorhaben rückt – nur dass ihr hier früh genug seht, um noch zu steuern. Grundlage ist ein PEILUNG-Kompetenzprofil als Ist-Stand, gegen den gerechnet wird. Liegt noch keins vor, wird es in derselben Befragung miterhoben – eine Sitzung, kein zweiter Termin.

01

Vorhaben beschreiben

Welche Technik kommt, welcher Prozess ist betroffen, wer arbeitet heute daran – und wer soll es künftig tun.

02

Arbeits­situationen erfassen

Beschäftigte, Führungskräfte, Betriebsrat und Technikverantwortliche beschreiben konkrete Situationen – nicht Stellenbeschreibungen, sondern was an einem normalen Tag tatsächlich getan wird.

03

Auswertung

Wegfallende, veränderte und neue Aufgaben, Eingriffspunkte, Kompetenzen und Risiken – KI-gestützt herausgearbeitet und fachlich geprüft, bevor etwas in den Bericht geht.

04

Bericht

Aufgabenmatrix, Job- und Kompetenzprofile, Qualifizierungsfahrplan, Belastungsrisiken und Umsetzungsplan – in einem Dokument, das man einem Betriebsrat vorlegen kann.

05

Nachkontrolle

Nach der Einführung: Was ist eingetreten, welche Aufgaben sind entstanden, die niemand auf dem Schirm hatte, was muss nachgesteuert werden?

Wie das zusammenhängt

Erst der Ist-Stand, dann die Projektion

AUFGABENRADAR ist keine eigene Welt, sondern die vorausschauende Hälfte eines Verfahrens. Die andere Hälfte beschreibt, was die Arbeit heute verlangt – ohne sie gibt es nichts, wogegen sich eine Veränderung rechnen ließe.

PEILUNG · heute

Arbeit heute verstehen

Was eine Tätigkeit tatsächlich verlangt – erhoben bei den Menschen, die sie ausüben, statt abgeleitet aus einer Stellenbeschreibung.

  • Tätigkeitsanalyse
  • Anforderungs- und Kompetenzprofil
  • Jobkarte für den Alltag
peilung.work →
AUFGABENRADAR · morgen

Arbeit von morgen gestalten

Was eine geplante Automatisierung daraus macht: welche Aufgaben wegfallen, welche neu entstehen und wer wann qualifiziert sein muss.

  • Aufgabenveränderung
  • Künftiges Job- und Kompetenzprofil
  • Qualifizierungsfahrplan
  • Belastungs- und Akzeptanzanalyse
  • Nachkontrolle nach der Einführung
Die fünf Module →

Deshalb steht am Anfang jedes Durchlaufs ein PEILUNG-Kompetenzprofil – vorhanden oder in derselben Befragung miterhoben. Es ist der Ausgangspunkt, gegen den gerechnet wird, und nach der Einführung der Maßstab, an dem sich zeigt, was von der Projektion eingetreten ist.

Der Aufbau

Fünf Module, einzeln einsetzbar

Ihr müsst nicht alles auf einmal machen. Jedes Modul beantwortet einen eigenen Teil der Frage und liefert ein eigenes Ergebnis – vom Zehn-Minuten-Scan bis zum vollständigen Job- und Kompetenzprofil.

A

Technology Impact Scan

Der Einstieg: Liegt das Kompetenzprofil vor, reichen wenige Minuten für ein erstes Bild, wie tief das Vorhaben eingreift – und wo überhaupt genauer hingeschaut werden muss.

  • Betroffene Prozesse & Beschäftigtengruppen
  • Automatisierungsgrad, Entscheidungstiefe
  • Sicherheitsrelevanz, Veränderungsintensität
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Human-Impact-
RisikokarteSchnelle Ersteinschätzung
B

Task Transformation Map

Statt „wird automatisiert" eine Tabelle: jede Aufgabe einzeln, heute und künftig. Konkret genug, um im Betriebsrat darüber zu streiten.

  • Manuelle Steuerung → Systemüberwachung
  • Sichtprüfung → Kontrolle der Sensorik
  • Eigene Bearbeitung → Freigabe oder Intervention
Mehr zu Modul B →
Tätigkeits­veränderungs­matrixHeute · Veränderung · Künftig
C

Future Job Profile

Aus den künftigen Aufgaben wird ein Stellenprofil – nicht aus einem Musterkatalog, sondern abgeleitet aus dieser einen Veränderung in eurem Betrieb.

  • Aufgaben, kritische Situationen, Schnittstellen
  • Kompetenzfelder mit Verhaltensankern
  • Qualifikationsvoraussetzungen
Mehr zu Modul C →
Zukünftiges Job- & Kompetenz­profilAutomatisch abgeleitet
D

Qualification Navigator

Aus dem Sollprofil wird ein Fahrplan: wer wann welche Qualifizierung braucht, in welcher Reihenfolge und wie lange vor dem Umstellungstermin.

  • Lernziele & Qualifizierungsmodule
  • Lernpfade & Einarbeitungspläne
  • Rollenwechsel- und Übergangsprofile
Mehr zu Modul D →
Qualifizierungs­fahrplanNach Beschäftigtengruppe
E

Safety, Workload & Acceptance

Der Teil, der in Technikprojekten regelmäßig fehlt: Was die neue Arbeitsweise mit Belastung, Kontrolle und Akzeptanz macht – vorher betrachtet, nicht hinterher.

  • Kognitive Überlastung, Unterforderung
  • Überwachungsdruck, Kontrollverlust
  • Störfallbelastung, Akzeptanzbarrieren
Mehr zu Modul E →
Präventiver Gestaltungs­planMaßnahmen je Risiko
Zum Nachlesen

Was am Ende auf dem Tisch liegt

Statt euch auf unser Wort zu verlassen: vier vollständige Beispieldokumente aus einem Durchlauf – von der Ist-Aufnahme bis zum Umsetzungsplan. Der Fall: Ein Zulieferer ersetzt eine getaktete Montagelinie durch eine Roboterzelle mit Kameraprüfung, 14 Beschäftigte in drei Schichten sind betroffen. Rolle, Unternehmen und Zahlen sind frei erfunden, Format und Tiefe entsprechen einem echten Durchlauf.

PEILUNG · Ist-Zustand

Jobkarte: Maschinenbediener

Die Arbeit, wie sie heute tatsächlich getan wird: typische Situationen, worauf es ankommt, was schwierig ist. Zwei Seiten für Einarbeitung, Rollenklärung oder Bewerbungsgespräch.

PDF ansehen · 2 Seiten
PEILUNG · Ist-Zustand

Anforderungs- und Kompetenzprofil

Der vollständige Bericht dahinter: Erhebungsgrundlage, Aufgabenschwerpunkte mit Zeitanteilen, kritische Arbeitssituationen, Kompetenzfelder mit Verhaltensankern und der 30-60-120-Tage-Einarbeitungsplan.

PDF ansehen · 4 Seiten
Modul C · Projektion

Jobkarte: nach der Automatisierung

Dieselbe Stelle nach dem Umbau: Aus dem Maschinenbediener wird ein Anlagenführer. Mit Aufstellung, welche Aufgaben wegfallen, welche sich verändern und welche neu dazukommen. Klar als Projektion gekennzeichnet.

PDF ansehen · 2 Seiten
Module A–E · Gesamtbericht

Technologiewandel-Bericht

Der komplette Durchlauf durch alle fünf Module: Risikokarte, Tätigkeitsveränderungsmatrix, künftige Kompetenzfelder, ein Qualifizierungsfahrplan mit Terminen relativ zur Inbetriebnahme und die Belastungs- und Akzeptanzanalyse mit Maßnahmen.

PDF ansehen · 5 Seiten
Sozial- & Gesundheitswirtschaft · Auszug

Digitale Pflegedokumentation

Ein zweiter Fall aus einer anderen Branche: die Einführung mobiler Erfassung am Point of Care und KI-gestützter Tourenplanung bei einem kirchlichen Träger. Mit Risikokarte, Aufgabenmatrix, der Verschiebung der Zeitanteile, Belastungsanalyse und dem Hinweis auf die Beteiligung der Mitarbeitervertretung nach MAVO.

PDF ansehen · 3 Seiten

Alle fünf Dokumente sind frei erfundene Beispiele zur Veranschaulichung des Verfahrens – keine reale Erhebung und kein reales Unternehmen. Die beiden Ist-Dokumente entstehen in PEILUNG, die Projektion und der Bericht in AUFGABENRADAR.

Danach

Eine Projektion, die niemand später überprüft, ist eine Behauptung.

Deshalb endet AUFGABENRADAR nicht mit dem Bericht. Nach der Einführung wird abgeglichen, was eingetreten ist und was nicht: welche Aufgaben wirklich verschwunden sind, welche Qualifizierung gereicht hat, welche Anforderungen niemand auf dem Schirm hatte. Beim nächsten Vorhaben ist das die Erfahrungsgrundlage statt eines weiteren Bauchgefühls.

Fragen

Was Betriebe zuerst fragen

Ausführlicher – zu Arbeitsplätzen, KI, Stellenprofilen, Qualifizierung und Mitbestimmung: Automatisierung und Arbeit: die wichtigsten Fragen.

Was macht AUFGABENRADAR genau?

AUFGABENRADAR nimmt ein konkretes Technikvorhaben und rechnet es auf die Arbeit herunter: welche Aufgaben wegfallen, welche sich verändern, welche neu entstehen, welche Kompetenzen dafür gebraucht werden und wer wann qualifiziert sein muss. Grundlage sind ein PEILUNG-Kompetenzprofil als Ist-Stand und Befragungen der Menschen, die diese Aufgaben heute erledigen.

Was unterscheidet AUFGABENRADAR von Studien, Skills-Katalogen oder Personalberatung?

Studien und Kataloge beschreiben, wie sich Arbeit im Allgemeinen verändert. AUFGABENRADAR rechnet für eure Aufgaben: gegen ein reales Kompetenzprofil, mit Befragung der Beschäftigten, für genau dieses eine Vorhaben. Das Ergebnis ist direkt verwendbar – als Grundlage für die Beratung nach § 90 BetrVG, für Stellenprofile und für einen Qualifizierungsfahrplan mit Terminen. Und es endet nicht mit dem Bericht: Nach der Einführung wird geprüft, was eingetreten ist.

Warum Radar?

Weil ihr auf etwas schaut, das noch nicht da ist. Die Anlage steht nicht, die künftigen Aufgaben gibt es noch nicht – und trotzdem müssen Qualifizierung, Stellenplanung und Mitbestimmung vorher entschieden werden. AUFGABENRADAR macht diesen Zustand früh sichtbar und gleicht ihn nach der Einführung mit der Realität ab.

Brauchen wir das für die Mitbestimmung?

§ 90 BetrVG verpflichtet den Arbeitgeber, die Auswirkungen geplanter Arbeitsverfahren auf die Art der Arbeit und die Anforderungen an die Beschäftigten so rechtzeitig mit dem Betriebsrat zu beraten, dass dessen Vorschläge noch berücksichtigt werden können – seit 2021 ausdrücklich auch beim Einsatz von KI. AUFGABENRADAR liefert dafür die Grundlage, bei kirchlichen und öffentlichen Trägern entsprechend für MAVO, MVG-EKD oder Personalvertretungsrecht. Eine Rechtsberatung ersetzt es nicht.

Ist das nicht einfach Technikfolgenabschätzung?

Verwandt, ja – und das ist kein Nachteil. Die arbeitswissenschaftliche Fassung dieser Frage gibt es seit den 1980er-Jahren, etwa im Verfahren ATAA (Analyse von Tätigkeitsstrukturen und prospektive Arbeitsgestaltung bei Automatisierung), das den Handlungsspielraum einer Tätigkeit in Entscheidungs-, Tätigkeits-, Kontroll- und Interaktionsspielraum zerlegt. Neu ist nicht die Frage, sondern der Aufwand: Was früher ein Forschungsprojekt war, lässt sich heute in Projektlaufzeiten beantworten – auf Basis eines Kompetenzprofils und KI-gestützter, fachlich geprüfter Auswertung.

Für welche Branchen ist das gedacht?

Für alle, in denen Automatisierung in eingespielte Aufgaben eingreift – Produktion, Logistik, Leitstände, Versorgung, Verwaltung, Pflege und Sozialwirtschaft. Das Verfahren ist branchenoffen, das Ergebnis nicht: Es arbeitet ohne Branchenvorlagen und leitet jede Aussage aus euren Aufgaben ab. Für die Hafenwirtschaft tritt dieselbe Lösung als PEILUNG PORT auf – mit den Rollen und der Sprache dieser Branche.

Ersetzt AUFGABENRADAR die technische Prüfung der Anlage?

Nein. Ob eine Technologie funktioniert, sicher und wirtschaftlich ist, klären weiterhin die etablierten technischen Verfahren. AUFGABENRADAR beantwortet die Frage daneben, für die es kein Verfahren gibt: was die Anlage für die Arbeit an ihr bedeutet.

Wer wird befragt?

Beschäftigte, Führungskräfte, Betriebsrat und Technikverantwortliche – über anonyme oder personalisierte Links. Gefragt wird nicht allgemein nach der Stelle, sondern nach der konkreten Aufgabe: Was tun Sie heute in dieser Situation, und was passiert damit, wenn das System es übernimmt?

Brauchen wir vorher ein PEILUNG-Kompetenzprofil?

Nein, nicht vorab. AUFGABENRADAR rechnet gegen einen Ist-Stand, und den liefert ein PEILUNG-Kompetenzprofil. Liegt es schon vor, reicht für den Einstieg über Modul A ein kurzes Szenario-Formular. Liegt es noch nicht vor, erheben wir Ist-Stand und Veränderung in einer gemeinsamen Befragung – eine Sitzung für die Beschäftigten, kein zweiter Termin.

Wie belastbar sind die Aussagen über die Zukunft?

Es ist eine Projektion, keine Erhebung mit Gewähr – und sie ist auch so gekennzeichnet. Sie beruht auf einem realen Ist-Profil, echten Befragungen und einer fachlichen Prüfung, aber sie beschreibt einen Zustand, den es noch nicht gibt. Genau deshalb gehört die Nachkontrolle nach der Einführung zum Verfahren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wenn die Technikentscheidung gefallen ist oder unmittelbar bevorsteht – und bevor Schulungspläne, Stellenbeschreibungen und Personalplanung geschrieben werden. Danach kostet jede Korrektur ein Vielfaches.

Wer steht hinter AUFGABENRADAR?

Entwickelt und betrieben von Mathias Köster (Lotswerk, Bremerhaven). Fachlich begleitet von Prof. Dr. Jörg Martens, Professor für Sozialmanagement und Personalarbeit, der das PEILUNG-Verfahren seit 2019 in Unternehmen und Organisationen einsetzt.

Für wen

Wenn die Investition beschlossen ist und die Personalfrage noch offen

AUFGABENRADAR lohnt sich dort, wo sich Aufgaben über Jahre eingespielt haben und eine neue Technik jetzt hineingreift – wo Erfahrung an Handgriffen hängt, die es bald nicht mehr gibt. Zwei Fragen entscheiden, ob der Zeitpunkt passt:

Wer

Betriebe, in denen Menschen Aufgaben erledigen, die eine Maschine oder ein System künftig übernimmt oder verändert.

  • Produktions- und Industriebetriebe
  • Logistik, Lager und Distribution
  • Betreiber von Leitständen und technischer Infrastruktur
  • Energie- und Versorgungsunternehmen
  • Träger der Sozial- und Gesundheitswirtschaft – Pflege, Eingliederungshilfe, Kliniken
  • Verwaltungen und Betriebe mit großen Sachbearbeitungsbereichen
  • Technische Dienstleister

Wann

Meist gibt es bereits eine Entscheidung, einen Termin und ein Budget – aber noch keinen Plan für die Arbeit danach.

  • Einführung einer neuen Technologie oder Automatisierungsprojekt
  • Neubau oder Umbau eines Standorts, neuer Leitstand
  • Einführung eines KI-gestützten oder durchgängig digitalen Systems
  • Neuordnung von Rollen und Zuständigkeiten
  • Tarifliche oder mitbestimmungsbezogene Klärung
  • Vorbereitung einer Qualifizierungsoffensive
Erstgespräch

Erzählt uns von eurem Vorhaben.

Ein halbstündiges Gespräch genügt, um zu klären, ob AUFGABENRADAR bei eurem Vorhaben etwas bringt und mit welchem Modul der Einstieg sinnvoll ist. Wenn nicht, sagen wir das auch – dann habt ihr eine halbe Stunde investiert statt eines Projektbudgets.

Anlass

Unverbindlich. Wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.

Oder direkt: hallo@peilung.work